Evangelischer Dekan

„Wir müssen Dinge auf den Punkt bringen können“
Andreas Klodt ist seit November 2010 Dekan in Mainz

Sachen auf den Punkt bringen, das hat Andreas Klodt in den letzten Jahren immer wieder machen müssen. Sei es in den Rundfunkansprachen bei SWR1 und SWR4 einen Gedanken in nur zwei Minuten „rüberzubringen“, wie auch als Lehrpfarrer im steten Austausch mit werdenden Pfarrern und Pfarrerinnen. Seit vielen Jahren ist Klodt bereits auf Dekanatsebene engagiert. Hier vor allem im Dekanatssynodalvorstand im Bereich „Bauen und Liegenschaften. „Es war mir jedoch immer wichtig, dass in den Bauvorhaben, die wir umgesetzt haben, dass Menschen ihren Glauben dort leben können – und dass wir mit unseren Gebäuden einladend wirken“, präzisiert Klodt seine Tätigkeit. Ein Engagement, das sich auf alle Arbeitsbereiche des Dekanats erstreckt. „Das Mainzer Dekanat hat unwahrscheinlich viel zu bieten, so viele Kompetenz und Engagement – es macht einfach Spaß mit den Kollegen und Kolleginnen zusammen zu arbeiten“, sagt Klodt.

Andreas Klodt (46) war Pfarrer der Philippusgemeinde in Mainz-Bretzenheim und ist seit veilen Jahren Mitglied im Dekanatssynodalvorstand. Der in Mainz-Bischofsheim geborene Klodt hat in Bielefeld-Bethel, Zürich, Marburg, Bonn und Heidelberg evangelische Theologie studiert. Sein Vikariat absolvierte er im rheinhessischen Saulheim und war anschließend im Spezialvikariat in der Evangelischen Studierendengemeinde in Heidelberg beschäftigt. Im Anschluss daran trat er seine erste Pfarrstelle in Dörsdorf-Reckenroth im Dekanat Diez an, wo er auch ordiniert wurde. Klodt ist Hörern des SWR bekannt als Autor und Sprecher zahlreicher Verkündigungssendungen. Er ist in zweiter Ehe verheiratet und hat drei Kinder.

In Mainz lebt es sich entspannt

„Mich begeistert die Mainzer Lebensart, die Gelassenheit“, freut sich der jugendlich wirkende Pfarrer. „Mainz lebt einfach entspannt“, fügt er lächelnd hinzu. Die Stadt sei den Religionen und Kirchen sehr gewogen, was man am guten Miteinander und dem großen Interesse an Veranstaltungen zu diesem Thema sehen könne, ist sich der Theologe sicher. Besonders ist ihm lebendige und auf Augenhöhe stattfindendeÖkumene auf Dekanatsebene und im Bereich der Gemeinden ein Anliegen.

Durch seine Erfahrungen hat Klodt bereits einen tiefen Einblick in die Abläufe im Dekanat und der Stadt, dabei aber auch einen realistischen Blick auf das Mögliche behalten. Um auch weiterhin in die städtische Öffentlichkeit hineinwirken zu können, ist ihm die geplante Realisierung des Kirchenladens an der St. Johanniskirche ein Herzensanliegen. „Es soll ein Schaufenster der evangelischen Kirche in der Stadt werden – aber auch ein Ort für Kontakte“, stellt er das Projekt vor. Als kleines aber feines privates Hobby, sammelt der zukünftige Dekan theologische Bücher aus dem 17. Jahrhundert. „Zunächst, um mich an den schönen alten Büchern zu erfreuen, aber auch deshalb, um in diesen geistigen Kosmos und die theologische Vielfalt dieser Zeit einzutauchen“, erzählt er. „Da ich mir jedoch nicht die Exemplare in allerbester Qualität leisten kann, finden in meiner kleinen Bibliothek viele beschädigte Exemplare einen sicheren Bücherschrank und ein Auskommen“, berichtet er lächelnd nicht ohne Besitzerstolz. Und einen Traum hat er dann doch noch: „Gerne wäre ich dabei, wenn in Mainz eine evangelische Realschule eröffnet werden könnte“.

Die Aufgaben:
Die Aufgaben des Dekan werden nach der Dekanatsstrukturreform der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) hauptamtlich wahrgenommen. Er wird zunächst für die Dauer von sechs Jahren von der Dekanatssynode, dem regionalen Kirchenparlament, gewählt. Seine Kernaufgabe ist die Vertretung der Kirchenleitung im Dekanat. Dazu gehört insbesondere die Personalverantwortung bzw. die Dienstaufsicht über die Pfarrerinnen und Pfarrer sowie der weiteren Mitarbeiterschaft auf der mittleren Ebene im Dekanat. Das heißt in Einzelnen: Urlaubsregelungen, Vertretungen, Krankheitsfälle sowie jährlich stattfindende Personal- und Evaluierungsgespräche mit der Pfarrerschaft, in denen die Arbeit bilanziert, Schwerpunkte festgelegt, Projekte, Stärken und Schwächen sowie etwa Fortbildungsbedarf reflektiert werden. Auch bei Personalkonflikten im Dekanat kann der Dekan hinzugezogen werden.

Zu den weiteren Aufgaben des Dekans gehört die Einladung und Leitung von Pfarrkonferenzen. Gemeinsam mit dem Dekanatssynodalvorstand repräsentiert der Dekan die Evangelische Kirche im Dekanat. Auch der komm. Dekan Stephan Müller-Kracht trifft sich regelmäßig mit seinen rheinhessischen Amtskollegen und dem Propst für Rheinhessen, Dr. Klaus-Volker Schütz, um die Arbeit in der Propstei Rheinhessen abzustimmen. Mit rund 220.000 Kirchenmitgliedern ist Rheinhessen eine von sechs Propsteien in der Evangelischen Kirche Hessen und Nassau (EKHN).


Evangelisches Dekanat Mainz
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55116 Mainz
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Pfarrer Andreas Klodt,
Dekan

 

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