Stadtkirchenarbeit Mainz
Eintrittsstelle

Evangelische Stadtkirchenarbeit Mainz
Kaiserstr. 37
55116 Mainz


Rainer Beier
Evangelischer Stadtkirchenpfarrer von Mainz
Telefon: 06131/212 0 847
Fax: 06131 / 212 0 849

E-Mail: ev.k35beier@gmx.de
http://www.mainz-evangelisch-stadtkirchenarbeit.de

Evangelische Stadtkirchenarbeit Mainz

Die eigenständige Stadtkirchenarbeit stellt seit 2001 ein neues Feld evangelischer Arbeit in Mainz dar. Die drei Innenstadtkirchen: Altmünster, Christus und St. Johannis sind dabei wichtige Zentren und Ausgangspunkte. Sie repräsentieren wichtige Stationen der Stadt-, Kirchen- und Kunstgeschichte im Herzen von Mainz.

St. Johannis ist als erste Bischofskirche zugleich die älteste Kirche von Mainz. Die ehemalige Klosterkirche Altmünster war am 2. Mai 1802 der Ort des ersten öffentlich genehmigten evangelischen Gottesdienstes einer eigenen Evangelischen Gemeinde in Mainz - nach der Phase der „Schwedenzeit“ im 30jährigen Krieg. Die Christuskirche, die im Jahr 2003 ihren hundertsten Geburtstag feierte, ist als „evangelischer Dom“ nicht nur ein markantes Element der Mainzer Rheinfront-Silhouette, sondern auch – u.a. durch den Mainzer Bachchor und die bis jetzt durchgeführten Ausstellungsprojekte der Ev. Stadtkirchenarbeit – ein wichtiger Kultur-Ort in der Region mit evangelischem Profil.

Ansonsten ist der Kontext der ( Innen-) Stadt und des Ev. Dekanates das Bezugsfeld der Arbeit. Aktuell gibt es eine ganze Pfarrstelle im Bereich Evangelische Stadtkirchenarbeit in Mainz.

Stadtkirchen als "Kult-Ur-Orte" „stellen allein schon durch ihre Gegenwart die Frage nach der äußeren und inneren Mitte der Stadt, sie stehen für das Woher und Wohin des Lebens und halten die Frage nach Gott offen.“ (Prof. Wolfgang Grünberg). Wir hoffen, dass auch durch unser Bemühen unsere Kirchen zu „Spielräumen protestantischer Freiheit“ werden. “Diese Freiheit dokumentiert sich sowohl in der Kritik der Todesmächte der jeweiligen Zeit als auch in den Festspielen und Inszenierungen des Lebens, in den Formen der Kunst, in Musik, Theater, Literatur, in Diakonie und Kommunikation.“

So wurden wichtige Daten der Stadt- und Kirchengeschichte auf (z.B. 200 Jahre Evangelische Kirche in Mainz, 1250. Todestag des Bonifatius, 60 Jahre Bomben auf Mainz, Vortrags-Reihe „ ins Licht gerückt – Evangelische Geschichte(n) aus vier Jahrhunderten in Mainz“) auf-gegriffen und mit Partnern aus der Stadt und der Ökumene durchgeführt. Die Projektgruppe „Evangelisches Profil“ ermöglicht solche Vorhaben mit Ihrer Kompetenz und ihrem Engagement – nicht zuletzt für die Ausgestaltung des Reformations-Festes Jahr für Jahr.

Wichtig sind hier auch Projekte unter der Leitidee einer „Evangelischen Erinnerungskultur in ökumenischen Weite.“ ( z.B. Dag Hammarskjöld „Die längste Reise ist die Reise nach Innen“ – Gottesdienst und Vortrag aus Anlass des 50.Todestages 2011 )

So gilt es, das evangelische Profil im Kontext der Stadt zu schärfen, aufmerksam zu machen auf den „Schatz“ der oft übersehenen evangelischen Kirchen (beispielsweise in der Broschüre „Mainzer Kirchenführer – Entdeckungen in evangelischen Kirchen in und um Mainz“).

Immer wieder wird die Zusammenarbeit mit den Gemeinden und Einrichtungen des Ev. Dekanates Mainz gepflegt. Ein Beispiel dafür ist die dekanatsweite Kooperation bei dem EKD-Projekt „Erwachsen Glauben“ im Jahr 2012.

In Zusammenarbeit mit der St. Johannis-Kirchengemeinde wurde das Angebot der „Offenen Kirche“ mit ehrenamtlichen MitarbeiterInnen und wöchentlichen Orgelkonzerten mit Kantor Ellenberger (aktuell wegen Renovierungsarbeiten in St. Johannis in die Josefskapelle verlegt) entwickelt und inzwischen über mehr als 10 Jahren verlässlich durchgeführt.

Mit der „ansprech-Bar“ bot Ev. Stadtkirchenarbeit auf dem Gutenbergplatz im Herzen der Stadt den „Menschen auf der Straße“ Evangelische Kirche als hör- und dialogbereiten Partner an – oft verbunden mit einer Info-Begleitaktion einer Einrichtung oder Gemeinde aus dem Evangelischen Dekanat. Dass über diesen Weg Menschen wieder in unsere Kirche eingetreten, ist Grund zur Freude.

Wichtig ist auch das für viele überraschende „Auftauchen“ an Orten und in Situationen, „an denen man Kirche nicht unbedingt erwartet“: beispielsweise bereits viele Jahre auf der „Hochzeitsmesse“ in der Rheingoldhalle mit sehr großer seelsorgerlicher „Nachfrage“.

Selbstverständliche Praxis Ev. Stadtkirchenarbeit sind Ökumenische Kooperationen: z.B. bei dem alljährlichen Stadtgang „ Hinter Türen leuchten“ am Samstag vor dem 1. Advent, bei der alle 2 Jahre stattfindenden „Nacht der Kirchen“ oder dem alljährlichen Projekt „Offenen Dom“ in der Nacht des Jahreswechsels.

Das mehrteilige Projekt „beziehungsWeise“ im Mainzer Landesmuseum mit kunsthistorischen und theologischen Impulsen zur Betrachtungen von Kunstwerken, verbunden mit kammermusikalischen Beiträgen der Hochschule für Musik hat sich seit Jahren in den Sommermonaten erfolgreich etabliert.

Schwerpunkte der Arbeit sind inzwischen Veranstaltungen, die Ausstellungen mit einem reichhaltigen Begleitprogramm ( mit bis zu 50 Veranstaltungen pro Projekt ) unter einem Theologischen Leitmotiv ( z.B. Mystik / Gotteserfahrung oder Paradies ) verbinden.

Die teilweise weit überregional wahrgenommenen Vorhaben finden breites Interesse (z.B. Hundertwasser-Projekt insgesamt ca. 30 000 Teilnehmende oder Einzelveranstaltungen mit über 600 Besuchern – beim Andreas Felger-Projekt „ ins Licht“ ). Immer wieder wurde in Presse, Rundfunk und Fernsehen darüber berichtet.

Besonders wichtig ist in diesen Zusammenhängen die Kooperation mit vielen Partnern – natürlich aus der Ökumene, aber gerade auch aus nicht-kirchlich-gebundenen Kontexten (Landesmuseum Mainz, Stadt Mainz, div. Fachbereiche der Johannes Gutenberg-Universität usf.), die alle sich hier überaus bereitwillig, ja gerne auf die Zusammenarbeit mit Evangelischer Kirche einlassen.

Projekte

Glaubenskurse "Erwachsen glauben"

Ins Licht
Andreas Felger zum 75. Geburtstag

Dialog mit dem Drachen

Kunst trotz(t) Armut


Hundertwasser 2008

Wer das Schwert nimmt...2007

Barlach 2005
beziehungsweise