Evangelische Kirchengemeinde Bosenheim

 

Pfarrer
Dr. Stephan Dignath

Karl-Sack-Straße 2
55545 Bad Kreuznach
Tel.: 0671-63747
E-Mail: steffand@gmx.de



Der Bosenheimer Kirchturm

Bosenheim ist kommunal seit 1969 Stadtteil von Bad Kreuznach. Kirchlich dagegen ist Bosenheim selbständig geblieben und weiterhin in der EKHN, auch wenn Bad Kreuznach selber schon Teil der EkiRh ist. Bosenheim hat etwa 1200 Einwohner, die Hälfte davon ist evangelisch.
Die Kirchengemeinde verfügt über ein Gemeindehaus, das „Katharinenstift“, das mangels anderer größerer Versammlungsmöglichkeiten im Ort für alle Bosenheimer zur Verfügung steht.
Ein Frauenkreis trifft sich regelmäßig, Einmal jährlich organisiert er einen Basar mit Kaffeetrinken am Buß- und Bettag.
Der Kindergottesdienst ist wöchentlich am Mittwoch, und wird von einem kompetenten Mitarbeiterteam geleitet.
Vor zwei Jahren hat sich der Kirchenchor neu gegründet. Er hat eine wunderbare Verjüngungskur erfahren und ist ein aktiver Bestandtteil des Bosenheimer Vereinsleben geworden.
An Heiligabend wechseln sich jährlich die Bosenheimer Chöre ab: mal der Männergesangverein, mal der Verein für Kirchenmusik.
Die Landfrauen treffen sich ebenfalls regelmäßig im Katharinenstift, mit den Angeboten für Rückengymnastik und Yoga.
Über die Grenzen der Kirchengemeinden hinweg ist das Angebot der PEKIP-Gruppen bekannt. Eltern mit ihren ganz kleinen Kindern treffen zusammen unter fachkundiger Anleitung von Gemeinepädagoge Ingo Molter.
Das Gemeindehaus, der Kirchgarten und die Kirche bilden ein zusammenhängendes Areal und stellen ein Zentrum inmitten von Bosenheim dar, das von allen Vereinen und Bosenheimer gerne besucht wird.


Das Gemeindehaus
Aus der Ortsgeschichte

In einer Schenkungsurkunde von 782 n. Chr. steht: „Hucbert schenkt sein Eigen dem Kloster Lorsch.“Im Mittelalter gehörte das Dorf dann zu den Besitztümern des Klosters Maximin vor Trier. Bis 1437 waren die Grafen von Sponheim die Besitzer von Bosenheim, danach die Erben aus den Häusern Wittelsbach, Veldenz und Baden.
Die Bosenheimer mußten im 30jährigen Krieg in Kreuznach Zuflucht suchen. Und zwar, „weil die Weingärten durch das langjährige Kriegswesen ganz zu Grund verdorben, das es nunmehr keine Weingärten, sondern öde und wüste Felder sind...“ 1674 lebten in Bosenheim nur noch 37 Familien. Das Dorf kam 1707 an die Kurpfalz. Ab 1716 verwaltete das kurpfälzische Oberamt Bad Kreuznach die Gemeinde.
Aus Anlaß des 50jährigen Jubiläums von Kurfürst Karl-Theodor in München im Jahr 1792, sollte die Bevölkerung feiern und „jubilieren“. In einem Bericht heißt es, “das der Kurfürst uns und unser sauer erworbenes Eigentum einer Rotte von adligen und unadligen Dieben, Kammerdienern, Dirnen und Projektenmachern preisgab.“ In Frankreich war die Revolution ausgebrochen. Pfarrer Hilgard schrieb 1794:„....als zwanzig Dragoner mit Roßschweifen an ihren Kappen ins Pfarrhaus drangen, meine Tochter niederschlugen, allen Vorrat raubten und die Einrichtung zusammenschlugen“.
Um die allgemeine Sicherheit bemühte sich der Präfekt des Departements Donnersberg. 1796 mußten die Kirchenbücher an die Zivilgemeinden abgeliefert werden. 1815 befanden sich dann russische Truppen in Bosenheim; es wird von Brandschatzungen berichtet. Durch den Wiener Kongress fiel Rheinhessen mit den Kreisen Alzey, Bingen, Mainz, Oppenheim und Worms, somit auch Bosenheim, an das Großherzogtum Hessen. Seit 1969 ist Bosenheim ein Stadtteil von Bad Kreuznach. 1985 wurde eine Gedenktafel für den Widerstandskämpfer Dr. Karl Sack am Pfarrhaus angebracht, der im Konzen-trationslager Flossenbürg am 9. April 1945 ermordet wurde.

Aus der Kirchengeschichte

1347 wird eine Kirche in Bosenheim erstmalig erwähnt. Sie war bereits Pfarrkirche und unterstand dem Mainzer Dompropst. Über Reparaturen, die im 16. und 17. Jahrhundert an der Kirche vorgenommen wurden, liegen keine weiteren Quellen vor. Durch die Pfälzer Kirchenteilung fiel die Kirche 1706 per Los an die Reformierten. 1744 wurde das verfallene Kirchenschiff abgerissen und 1745 durch einen Neubau ersetzt. Der alte gotische Chorraum mit Rippengewölbe und einem Sakramentshäuschen blieb erhalten. 1897 wurde im Kircheninneren und am Äußeren eine Renovation vorgenommen. Kurz danach, im Jahr 1898, wurden gemalte Kirchenfenster eingesetzt. 1979 fand die letzte Renovierung statt.

Orgel

Die reformierte Gemeinde ließ 1750 von dem Orgelbauer Wendel Schmal zu Grumbach eine Orgel mit elf Registern bauen. 1764 und 1839 wurden Reparaturen notwendig; die Stumm bzw. Landolt durchführte. Johannes Schlaad aus Waldlaubersheim baute 1865 eine neue einmanualige Orgel. Sie ist noch heute erhalten, das Werk wurde aber 1979 von den Gebr. Oberlinger restauriert.

Disposition:

Principal 8’
Gedackt 8’
Salicional 8’
Oktav 4’
Flauto dolce 4’
Superoktav 2’
Mixtur 1´ 3fach
Subbass 16’
Violoncellobass 8’