Evangelische
Sozialstation Osthofen: 30 Jahre im Dienst des Nächsten
Großes
Fest zum Jubiläum und „Tag der offenen Tür” im Haus der
Diakonie
| Osthofen, 26.09.2009. „Die Stärke der Gesellschaft muss sich am Wohl der Schwachen messen lassen“, betonte Dr. Wolfgang Gern, Vorstandsvorsitzender des Diakonischen Werkes in Hessen und Nassau, in seiner Festpredigt und brachte damit die Bedeutung der Diakonie für Menschen, die dringend Hilfe benötigen, zum Ausdruck. Leider sei die Finanzierung dieser Dienste noch immer nicht ausreichend gesichert. „Die Leistungen der Pflegeversicherung müssen sich am individuellen Bedarf orientieren“, sagte er. Für die Zukunft wünsche er sich mehr Nachwuchskräfte in den Einrichtungen, denn ambulante Pflege ohne Diakoniestationen sei nicht mehr denkbar. Großes werde hier geleistet! Im Juli 1979 hatte die Evangelische Sozialstation Osthofen ihre Anfänge in einem Keller genommen, berichtete Vorstandsvorsitzender Pfarrer Volker Hudel. „Heute kann es als mittelständiges Unternehmen bezeichnet werden, das durch die Erweiterung der Angebote und Steigerung der Qualität, in 2008 wurde es mit dem Diakoniesiegel zertifiziert, kontinuierlich expandieren konnte. Unter dem Motto „Einer trage des anderen Last“ werden bei 280 Einsätzen pro Tag Senioren und Hilfsbedürftige in ihrem häuslichen Umfeld von examinierten Pflegefachkräften und Mitarbeiterinnen des hauswirtschaftlichen Dienstes versorgt. „Aufgrund des demografischen Wandels wird das Volumen noch weiter wachsen“, so der Pfarrer. Zum
30-jährigen Jubiläum war ein großes Fest auf dem Gelände
des „Hauses der Diakonie“ veranstaltet worden, verbunden mit
einem Tag der offenen Tür, bei dem sich die Einrichtung mit ihren
Angeboten vorstellte. Glückwünsche
zum Jubiläum brachten die Landtagsabgeordneten Kathrin Anklam- Trapp
(SPD) und Thomas Günther (CDU). Beide Politiker versicherten sich
dafür einzusetzen, dass die anspruchsvolle Arbeit in der Pflege entsprechend
entlohnt wird. „Immer mehr Senioren und Hilfebedürftige legen
Wert auf eine Pflege zu Hause“, unterstrich Osthofens Bürgermeister
Bernd Müller. Er wünsche sich, dass auch das Gespräch und
der zwischenmenschliche Kontakt mit den zu Betreuenden höher bewertet
werden. Nach dem offiziellen Teil des Festes folgte ein unterhaltsames Programm mit Mundartliedern der „Wonnegeier“, einer Brandschutzvorführung der Freiwilligen Feuerwehr Osthofen und einer pfiffigen Tanzshow unter der Leitung von Silke und Rainer Blasius. (Bea Witt)
|
|