Notfallseelsorge
im Dekanat Worms-Wonnegau

Koordination:
Pfarrerin Sabine Hagelgans-Faber
Am Kochenberg 3
67549 Worms
Tel. 06241 - 75782
Fax. 06241 - 75830
E-Mail: ha-fa@gmx.de



Notfallseelsorge - was ist das?
Ein schwerer Unfall mit Toten und Verletzten. Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste sind zur Stelle, versorgen und bergen. Alltag für jene, die rund um die Uhr versuchen, Leben zu retten. Und dennoch bleiben Fragen offen.
Wie erfahren die Angehörigen nach einem Unfall vom Schicksal eines Familienmitglieds? Wer kümmert sich in den ersten Stunden nach einem Suizidversuch um den Betroffenen – dann, wenn der Notarzt das Haus verlassen hat? Hier setzt die Arbeit der Notfallseelsorge ein, die auch Krisen-interventionsdienst (KID) genannt wird.
Ziel ist die seelsorgerliche und psychologische Betreuung von Menschen in akuten Notsituationen. Die Notfallseelsorge begleitet etwa Polizisten beim Überbringen einer Todesnachricht, versucht durch Gespräche, den Aufbau einer schützenden Atmosphäre, bisweilen auch durch Gebet und Se-gen „erste Hilfe für die Seele“ zu leisten.

Wie ist der Dienst organisiert?
Die Notfallseelsorge wird von den Einsatzkräften informiert. Mit einem eigenen Fahrzeug, das von einem Rettungssanitäter gefahren wird, kommen die Seelsorger dann zum Einsatzort. Die Notfallseelsorge ist eine ökumenische Einrichtung; auf evangelischer Seite arbeiten im Wechsel ein gutes Dutzend Pfarrerinnen und Pfarrer aus dem Dekanat Worms-Wonnegau mit. Nach einem Dienstplan hat jeder Mitarbeitende etwa zweimal im Jahr für eine Woche rund um die Uhr Einsatzbereitschaft. Das bedeutet: Immer erreichbar sein über ein Notfallhandy und sich dabei stets in Worms und Umgebung aufhalten. „Anspannung verspüren die Kolleginnen und Kollegen nicht nur beim Einsatz, sondern auch in der Wartezeit, weil man innerlich immer vorbereitet sein muss“, erklärt Pfarrer Lothar Decher, der die Notfallseelsorge für das evangelische Dekanat Worms-Wonnegau koordiniert. Weil trotz der guten seelsorgerlichen Grundausbildung immer wieder Fachwissen erforderlich ist, bietet Pfarrer Decher auch Studientage und regionale Fortbildungen an. Die Rettungsdienste und Behörden sehen dabei in den Kirchen zuverlässige Partner. „Wir tun diesen Dienst, wissend, dass Seelsorge zu unseren ureigensten Aufgaben gehört“, erklärt Lothar Decher, der auch gerne bereit ist mit Mitarbeitern der Rettungsdienste in gemeindliche Veranstaltungen zu kommen, um über die Arbeit zu informieren.

 
Spendenkonto:
Sparkasse Worms
Kto: 400 80 18
BLZ: 553 500 10
Stichwort: „Notfallseelsorge im Dekanat Worms-Wonnegau“